In eigener Sache:

Liebe Freunde,

des Kabaretts, der Kleinkunst, der Unterhaltung auf kurzem Weg, des Direkteinspritzers in der Humorbranche, trotz seines geringen Hubraums (70 Plätze) war das Statt-Theater jahrelang Garant für launige Abende, sinnvolle Ablenkung und (ent)spannende Erkenntnisse.
Doch irgendwie läuft es nicht mehr rund im System.
Corona war und ist immer noch Sand im Getriebe unseres Betriebes.
Kaum ein Tag vergeht, ohne daß irgendjemand mit apokalyptischen Zukunftsahnungen und unheilsschwangeren Vorsehungen von sich reden macht.
Daneben hält uns neuerdings auch ein lupenreiner Demokrat auf Trab.
Seine "Politik" verteuert unser aller Leben in einem Ausmaß, wie wir es uns kaum vorstellen konnten (wollten). Und wie bei Corona werden wir uns auf Jahre, nicht auf Monate, einstellen müssen. Werden wir, wie in unseren Anfangszeiten, bald wieder bei Kerzenlicht Scherze von der Bühne perlen lassen müssen?
Leider haben diese Jahre der Angst und die künftige Unsicherheit tiefe Spuren bei unseren Zuschauern hinterlassen. Wie auch Kollegen berichten, sind bis zu 50 Prozent des Publikums seit den letzten 3 Jahren aus unterschiedlichen Gründen weggeblieben, die anderen 50% haben ihre Besuchsfrequenz deutlich zurückgeschraubt.
Ob wir sie alle wieder zurück bekommen, steht in den Sternen.
Neues und vor allem jüngeres Publikum zu einem Besuch zu motivieren, scheint uns aber fast noch schwieriger.
Die kulturellen Konsumgewohnheiten der jüngeren Altersgruppen unterscheiden sich eklatant von der Gruppe, die mit uns alt geworden ist.
Einfach nur sitzen (Loriot), zuschauend und zuhörend- ja doch, wir haben einzelne gesichtet, die das mit durchaus großem Vergnügen in unserem Theaterchen zelebriert haben- aber ach, es waren und sind nur einzelne.
Haben wir die Zeichen der Zeit übersehen, haben wir uns zu selbstgerecht in der bequemen Routine der immergleichen Abläufe eingerichtet: mach ein gutes Angebot, das man nicht ablehnen kann und das Publikum strömt?
Haben wir uns zu sehr ausgeruht auf den kulturellen Gewohnheiten einer Generation, die nach und nach von der folgenden ersetzt wird?
Oder wie Bruno Jonas es am Nockherberg 2006 so treffend zu Stoiber sagte:
"Man wird immer wieder von Wellen der Sympathie getragen und bei Wellen gibt es Höhen und Tiefen, aber irgendwann kommt jede Welle am Strand an. Dann müsse man eben aufstehen und gehen."
Kann es sein, daß die Ereignisse der letzten Jahre uns schneller an diesem Strand gespült haben?
Kann es sein, daß wir schon lange ein totes Pferd reiten, aber es bloß nicht merkten?
Ist es nun Zeit abzusteigen oder sich neu zu orientieren?
Uns steht wahrscheinlich ein riesiger Umbruch ins Haus, wir wissen nicht, ob wir ihn bewerkstelligen können, wir hoffen: JA.
Aber wir brauchen auch Ihre Hilfe, Ihren Zuspruch.
Wenn Sie uns was sagen wollen, bitte gerne. Schreiben Sie uns, machen Sie uns Mut.
Ihr Statt-Theater-Team, Inge, Matthias und Peter.

info@statt-theater.de
Stichwort: Totes Pferd


Flammender Appell:
Falls Sie uns zum Jahresende noch ein wenig unterstützen wollen, auch hierfür haben wir einen kleinen Hinweis.;)
Herzlichen Dank dafür.

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